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Maria Schutz - Pasing

Fotoalbum / Archiv

Maria, Mutter Jesu

Am Samstag, 20. Mai 2006 luden das Familiengottesdienste-Team und Kolping zu einem gemeinsamen Bastelnachmittag ein:

Heute wollen wir es machen wie die Leute vor vielen tausend Jahren. 
Die konnten damals noch nicht schreiben und, wenn ihnen eine Geschichte besonders gut gefallen hat, dann haben sie diese Geschichte gemalt. 
An die Wände ihrer Höhlen und Häuser, auf Tierhaut oder sie haben sie aus vielen bunten, kleinen Steinchen als Mosaik auf dem Boden zusammengefügt. 
So konnten auch Menschen, die viel später gelebt haben, diese Geschichten erfahren.
Wir wollen heute zusammen ein großes Wandbild machen. Es soll uns und allen, die es anschauen, die Geschichte von Maria, der Mutter von Jesu, erzählen.


Maria war eine junge Frau. Sie wohnte in einem kleinen Dorf in Galiäa. Dieser Ort hieß Nazaret.
Die Leute, die damals hebräisch sprachen, nannten sie „ Mirjam“. Das heißt auf Deutsch: „ die von Gott Geliebte“.
Maria stammte aus dem Geschlecht des großen Königs David. Wer ihre Eltern waren, ob sie Geschwister hatte, wie sie erzogen wurde- das alles wissen wir nicht genau. Denn die Bibel berichtet nicht viel über die junge Maria.
Ganz sicher wissen wir, dass Maria schon früh verlobt war. Ihr Verlobter hieß Josef. Josef war Schreiner und Zimmermann in Nazaret.

 

Ein Engel kommt zu Maria 

Eines Tages kam der Engel Gabriel zu Maria. Er sprach: „Ich grüße dich, Maria. Gott ist mit dir!“ 
Maria erschrak, doch der Engel sagte zu ihr: „ Hab keine Angst! Du wirst ein Kind bekommen. Ihm sollst du den Namen Jesus geben.“
Maria wunderte sich sehr und fragte: „Wie soll denn das geschehen?“. Da antwortete der Engel: „Gottes heiliger Geist wird über dich kommen und dein Kind wird heilig sein. Auch deine Kusine Elisabeth erwartet ein Baby. Dabei dachten alle, dass sie keine Kinder bekommen kann, denn sie ist schon alt. 
Aber bei Gott ist nichts unmöglich!“
Da sagte Maria: „Ja, ich bin zu allem bereit, was Gott möchte. Es soll geschehen, wie du gesagt hast.“ 
Dann verließ sie der Engel.

Ein Engel kommt zu Maria
Maria besucht Elisabeth

Maria besucht Elisabeth

Maria war sehr glücklich, dass sie die Mutter von Jesus werden durfte. Weil sie so froh war, wollte sie ihre Kusine Elisabeth besuchen und ihr erzählen, was der Engel Gabriel gesagt hatte. So machte sich Maria auf den Weg. Es war 
eine weite Strecke übers Gebirge, die sie gehen musste.
Elisabeth, die im sechsten Monat schwanger war, freute sich über den Besuch ihrer Kusine. Laut rief sie: „Gerade hat sich das Kind in meinem Bauch bewegt. Was für ein Freudentag! Die Mutter meines Heilands kommt zu mir!“ Beide Frauen sprachen und beteten viel miteinander.
Maria blieb drei Monate bei Elisabeth. Dann ging sie wieder nach Nazareth zurück.

Kein Platz in Bethlehem

Eines Tages wollte der Kaiser wissen, wie viele Leute in seinem Reich wohnten. Er befahl: „Alle gehen in den Ort, wo sie geboren sind. Dort lassen sie sich in eine Liste eintragen!“
Auch Josef machte sich auf den Weg. Er zog von Nazaret nach Bethlehem.
Maria ging mit ihm. Die Reise war sehr mühsam.
Als sie in Bethlehem ankamen, spürte Maria, dass ihr Kind bald zur Welt kommen würde. Sie suchten ein Haus zum Übernachten, aber nirgends war Platz für sie. In den Herbergen der Stadt war alles voll. Überall standen sie vor 
verschlossenen Türen.

Kein Platz in Bethlehem

Jesus wird geboren

Jesus wird geboren

Schließlich fanden Maria und Josef vor der Stadt einen Stall, in dem sie übernachten konnten. Dort brachte Maria ihr Kind zur Welt. Sie nannte es Jesus, wickelte es in Windeln und legte es in eine Futterkrippe.
Draußen auf dem Feld waren Hirten. Sie passten in der Nacht auf ihre Schafe auf. Plötzlich erschien ihnen ein Engel, der sagte: „Freut euch! Heute wurde in Bethlehem Gottes Sohn geboren. Geht und sucht ihn!"
Schnell liefen die Hirten nach Bethlehem und fanden dort Maria, Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Sterndeuter kommen zu Besuch

Wenig später kamen von weit her kluge und weise Männer nach Bethlehem. Sie waren Sterndeuter. Ein besonderer Stern am Himmel hatte ihnen den Weg zum Stall gezeigt. Die Sterndeuter- wir nennen sie die „Heiligen Drei Könige“- gingen in den Stall hinein.
Dort fanden sie das Kind und seine Mutter und beteten es an. Die weisen Männer hatten schöne Geschenke mitgebracht: Gold, Weihrauch und Myrre. Diese kostbaren Gaben schenkten sie dem Jesuskind. 
Maria freute sich sehr über den Besuch der Sterndeuter. Die Männer hatten eine lange Reise gemacht, um ihren Sohn 
zu verehren und zu beschenken.
Sterndeuter kommen zu Besuch
Die Flucht nach Ägypten Die Flucht nach Ägypten

Als die Sterndeuter Bethlehem verlassen hatten, begannen für Maria die ersten Sorgen. Ein Engel erschien Josef im Traum. Er sagte: „Flieh mit Jesus nach Ägypten! König Herodes will das Kind töten.“ Sofort verließen Maria, Josef und das Kind Bethlehem.
Kurz darauf befahl Herodes seinen Soldaten, in Bethlehem und Umgebung alle kleinen Jungen zu töten, die ungefähr so alt wie Jesus waren. Der König wollte keinen anderen König, keinen Rivalen, neben sich dulden.
Wenig später starb Herodes. Maria war sehr froh, als ein Engel dies dem Josef im Traum sagte. Daraufhin verließen die drei Ägypten wieder und gingen zurück nach Nazaret.
Im Tempel von Jerusalem

Jesus war vierzig Tage alt. Da brachten Maria und Josef ihn zum Tempel nach Jerusalem. Hier dankten sie Gott für das Kind. Maria betete mit Josef: „Gott, wir danken dir, dass Jesus gesund zur Welt gekommen ist. Wir möchten das Kind gerne für uns behalten. Aber es gehört vor allem dir. Darum bringen wir es in dein Haus!“
Im Tempel trafen Maria und Josef einen alten und frommen Mann: Er hieß Simeon.
Maria legte den kleinen Jesus in seine Arme. Da sprach Simeon voll Freude: „Jetzt kann ich in Frieden sterben. Denn ich habe mit meinen eigenen Augen den Heiland gesehen“. Dann gab Simeon Maria und Josef seinen Segen.
Im Tempel von Jerusalem
Auf der Hochzeit in Kana Auf der Hochzeit in Kana

Jesus wuchs bei seinen Eltern und Geschwistern heran. Als er erwachsen war, zog er mit seinen Freunden, den Jüngern umher und erzählte den Menschen von Gott und tat wunderbare Dinge.
Einmal war Maria mit Jesus und den Jüngern auf einer Hochzeit in dem kleinen Dorf Kana. Alle Gäste aßen und tranken. 
Plötzlich ging der Wein aus. Maria bat Jesus zu helfen. Jesus ließ die Diener in sechs leere Steinkrüge Wasser füllen. Als der Speisemeister einen Becher davon probierte, war das Wasser zu Wein geworden. Jetzt konnte das fröhliche Fest weitergehen.
Maria unter dem Kreuz

Jesus hatte nicht nur Freunde, sondern auch Feinde. Sie glaubten nicht, dass er Gottes Sohn war. Darum nahmen sie ihn gefangen und verurteilten ihn zum Tode.
Maria hörte davon und kam nach Jerusalem. Traurig stand sie am Straßenrand und erlebte, wie ihr Sohn das schwere Kreuz zum Berg Golgota schleppen musste.
Dann kamen die schlimmsten Stunden für Maria. Auf dem Berg Golgota nagelten Soldaten Jesus ans Kreuz. Maria war 
ganz nahe bei ihm. Vom Kreuz herab sprach Jesus die letzten Worte zu seiner Mutter.
Seinem Jünger Johannes, der auch unter dem Kreuz stand, sagte Jesus, dass Maria jetzt seine Mutter sein solle. Dann starb er.
Maria unter dem Kreuz
Maria umarm Jesus ein letztes Mal Maria umarmt Jesus ein letztes Mal

Jesus Leichnam wurde vom Kreuz abgenommen und der Mutter in den Schoss gelegt. Sie war mit ihm allein. Sie hielt 
seinen toten Körper, der von Wunden übersät war, in den Händen. Ein letztes Mal schenkte sie ihrem Sohn Geborgenheit. Unendlich traurig war Maria
Maria freut sich: Jesus lebt

Am Ostermontag hörte Maria, dass Jesus aus dem Grab auferstanden war. Bald darauf war Maria mit den Jüngern im Saal von Jerusalem.
Sie dankte und lobte Gott, dass ihr Sohn lebte. Sie freute sich und dachte nicht mehr an die Schmerzen, die sie erlitten hatte.
Zu Pfingsten war die Mutter Gottes wieder bei den Jüngern. Da kam auf alle Gottes Heiliger Geist herab. Plötzlich waren 
sie „Feuer und Flamme“. Jeder war begeistert. Alle redeten laut und riefen: „Jesus lebt! Jesus ist unser Freund!“
Maria freut sich: Jesus lebt
Maria bei Gott im Himmel Maria bei Gott im Himmel

Wann und wo Maria gestorben ist, wissen wir nicht. Bestimmt waren ihre Freunde, die Jünger, und ihre Familie sehr traurig, als sie starb. 
Gott aber hat sie mit Leib und Seele in den Himmel zu sich und seinem Sohn aufgenommen.
Schutzmantelmadonna

Vom Himmel aus beschützt uns Maria, wenn wir sie darum bitten. Deswegen wird Maria auch die Schutzmantelmadonna genannt. Unter ihrem Mantel sind wir geborgen wie ein kleiner Vogel unter den Flügeln seiner Mutter. Wir brauchen uns nicht mehr zu fürchten.
In vielen Häuser, Kapellen und auch in unserer Maria Schutz Kirche finden wir Bilder von der Schutzmantelmadonna.

Zu ihr beten und singen wir:

Schutzmantelmadonna

Das gesamte Bild

 


und so sind diese Kunstwerke entstanden

Hören der Geschichte und Lieder

Hören der Geschichte und Lieder

 

Die einzelnen Stationen werden bildlich dargestellt

Die einzelnen Stationen werden bildlich dargestellt

 

Basteln in kleinen Gruppen

Basteln in kleinen Gruppen

Basteln in kleinen Gruppen
Basteln in kleinen Gruppen Basteln in kleinen Gruppen
Basteln in kleinen Gruppen Basteln in kleinen Gruppen
Basteln in kleinen Gruppen Basteln in kleinen Gruppen
pdf-Download der Geschichte zum Ausdrucken (678 kB)
© Kath. Pfarrei Maria Schutz, D-81241 München