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Maria Schutz - Pasing

Fotoalbum / Archiv

Frauen-Gipfeltreffen am Samstag, 22. Oktober 2011
im Pfarrheim Maria Schutz, München-Pasing

Text: Eva Heinemann
Fotos: Bärbel Spielbauer


Teilnehmerinnen und der Geistl. Beirat Msgr. Rainer Boeck

 

Die Tradition, einmal im Jahr ein „Frauen-Gipfeltreffen“ zu veranstalten, wurde in diesem Jahr vom KDFB im Kooperation mit dem kfd durchgeführt.
Die Teilnehmerinnen trafen sich im Zweigverein Maria Schutz Pasing.

„Hilfe, die Mitte schrumpft“ war das Thema.
Die Referentin, Gertrud Schwan, definierte in ihrem Vortag „die Mitte“ – wer gehört zur Mittelschicht, was heißt es, zu einer gewissen Schicht zu gehören, wie wirkt sich die Schwächung der Mittelschicht aus?
Zu beobachten sind Veränderungen im familiären, gesellschaftlichen und politischen Bereich. Im familiären Bereich hat sich das Zusammenleben in den Familien verändert, die Erziehungsaufgaben haben sich verlagert, Patchwork-Familien sind entstanden, die neuen Medien haben Einfluss auf die Familien genommen, Beziehungen werden völlig unverbindlich eingegangen.
Im gesellschaftlichen Bereich gibt es Wohlhabende und Ärmere, eine kleine Bevölkerungsgruppe hat immer mehr, für eine stetig wachsende Bevölkerungsgruppe wird das Halten des Lebensstandards immer schwieriger, die Mitte fehlt, Einkommensverluste führen zu Zukunftsängsten.

„Nichts ist mehr wie es war“ – es fehlen Orientierung und Strukturen, Kontinuität und Stabilität, die Lebensplanung und die Sicherheit am Arbeitsplatz sind verloren gegangen. Fest steht, die Mitte ist das Zentrum der Gesellschaft – sie ist der Garant für Stabilität, Beständigkeit, Fortschritt, ein Gewinn für die Gemeinschaft, Ordnung und Sicherheit und Voraussetzung für den demokratischen Staat. 
Für die Zukunft sind von Wichtigkeit die eigene finanzielle Absicherung, die eigene Erwerbstätigkeit, das eigene Einkommen, die eigene Karriere.
Studien belegen, junge Leute legen Wert auf Gemeinschaft, Ordnung und Sicherheit haben an Bedeutung gewonnen, ein wachsendes Bedürfnis nach Religiosität und spirituellem Leben besteht. Der Stellenwert und die Wertschätzung der Familie war und ist hoch. Sehr großer Wert wird gelegt auf soziale Gerechtigkeit, inneren Zusammenhalt und die Verbindlichkeit sozialer Beziehungen.
Fazit: die gesellschaftliche Mitte hat sehr gute Zukunftschancen.

Nach dem Mittagessen standen für die Teilnehmerinnen drei Workshops zur Auswahl.

„Wechselwirkungen“ 
zusammen mit Frau Schwan wurde die Diskussion um die „Mitte“ intensiv fortgesetzt.
„Aus der Mitte kommt die Kraft“ 
mit Frau Nubert machten die Teilnehmerinnen eine spannende Reise in die eigene Mitte, die Schritte zeigten den Weg.
„Noomi und Rut“ 
Frau Bogner stellte die verschiedenen Lebenswege der beiden Frauen vor – Wege die gemeinsam, aber auch getrennt beschritten werden.

Frau Dr. Eckstein gab in ihrem Schlusswort zu bedenken, wie es denn die Mitte mit ihren Rändern aushält, denn die Ränder bestimmen die Mitte einer Lebensform.
Der KDFB und die kdf sind aufgerufen als Mitverantwortliche die gesellschaftliche Mitte,
aber auch die Ränder zu gestalten.

 


Frau Gertrud Schwan

 

© Kath. Pfarrei Maria Schutz, D-81241 München